Ein Weltwirtschaftssystem für 1%

Laut der Hilfsorganisation Oxfam besitzen die reichsten 62 Menschen so viel wie die Hälfte der Weltbevölkerung. Weltweit hat die Ungleichheitskrise einen Höhepunkt erreicht. Die ungenügende Besteuerung von sehr grossen Vermögen spiele dabei eine zentrale Rolle.

An Economy For the 1%. Oxfam International
62 Reichste besitzen so viel wie die halbe Weltbevölkerung. DerBund
Wie das weltweite Vermögen verteilt ist. Infografiken. DerBund

Einkommensungleichheit und ihre Hintergründe

Laut einer aktuellen Veröffentlichung der OECD nimmt die Einkommensungleichheit zu. Damit wächst die Sorge, dass die Kluft zwischen Arm und Reich nicht nur dem Einzelnen schadet, sondern auch ganzen Gesellschaften und Volkswirtschaften. Die aktuelle Veröffentlichung der „OECD Insights“-Reihe „Income Inequality: The Gap between Rich and Poor” erklärt Begriffe aus der Ungleichheitsdebatte, zeigt Trends und Unterschiede zwischen den Ländern auf und beleuchtet die Ursachen für Einkommensungleichheit und ihre Folgen.

Income Inequality – The Gap Between Rich and Poor

Schweizerische Lohnstrukturerhebung 2014

Laut Bundesamt für Statistik haben die Unterschiede zwischen den höchsten und den niedrigsten Löhnen von 2012 auf 2014 abgenommen. Entsprechend melden die Medien die Lohnschere schliesse sich wieder ein wenig (der Bund). Die Ergebnisse überraschen (NZZ). Sie werden jedoch auch in Frage gestellt (infosperber).

Schweizerische Lohnstrukturerhebung 2014: Link
Artikel DerBund: Link
Artikel NZZ: Link
Kommentar infosperber: Link

Einkommen der Spitzenverdiener nimmt am stärksten zu

Anhand der Steuerstatistiken der ESTV untersuchten Forscher der Universitäten Lugano und Lausanne, wie stark die Einkommen der verschiedenen Einkommensgruppen gestiegen sind. Das Resultat: Je höher das Einkommen, desto stärker die Einkommenszunahme von 1997 bis 2012. Oder in anderen Worten: Das Einkommen der Spitzenverdiener nimmt am stärksten zu.

Datenblog DerBund: Link

Global Wealth Report 2015

Die Credit Suisse publizierte ihren Global Wealth Report für 2015. Haupterkenntnisse sind, dass das weltweite Vermögen 2015 leicht abgenommen hat, die zugrunde liegenden Trends jedoch positiv sind. Des Weiteren habe sich die Vermögensungleichheit verstärkt.

Global Wealth Report: Link
Artikel DerBund: Link

Die Entwicklung der Einkommensungleichheit in der Schweiz

Ursina Kuhn und Christian Suter untersuchen die Entwicklung der Einkommensungleichheit in der Schweiz anhand von acht unterschiedliche Datenquellen. Die Studie zeigt, dass die Einkommensungleichheit im Jahre 2012 ähnlich hoch war wie zu Beginn der 1990er Jahre. Zwischen diesen zwei Zeitpunkten verlief die Einkommensungleichheit parallel zur wirtschaftlichen Konjunktur.

Studie von Ursina Kuhn & Christian Suter: Link
Gastkommentar in der NZZ: Hier geht es zum Beitrag

Ungleichheit wirkt sich negativ aus

Die OECD Bericht mit dem Titel “All on board: Making Inclusive Growth Happen” beschreibt, weshalb soziale Ungleichheit negative Wirkungen hat. Der Publikation zufolge hindert Ungleichheit das Wirtschaftswachstum und untergräbt das Wohl der Menschen. Die Autoren schlagen Lösungen vor, wie Wirtschaftswachstum geteilt werden kann.

Bericht der OECD: Hier geht es zum Beitrag

Senioren und Gutsituierte erben am meisten

Eine Studie der Berner Fachhochschule und der Universität Bern beschreibt, wie Erbschaften im Kanton Bern verteilt sind. Bei Erbschaften über einer Million ergibt sich folgendes Resultat: höhere Einkommensgruppen und ältere Menschen erben mit einer höheren Wahrscheinlichkeit solche Beträge.

Artikel der NZZ online: Hier geht es zum Beitrag
Artikel der NZZ print: Hier geht es zum Beitrag
Interview: Hier geht es zum Beitrag
Hier geht es zur Studie

Statistischer Sozialbericht Schweiz 2015

Der Statistische Sozialbericht 2015 des BFS gibt Aufschluss darüber, wie sich die Familienformen, Ausgrenzungsrisiken und andere strukturelle Faktoren über die Zeit verändern. Insbesondere wird auf die Abdeckung der sozialen Risiken eingegangen: Der Bericht kommt zum Schluss, dass das System der sozialen Sicherheit die Risiken mehrheitlich abdeckt.

Mitteilung des BFS: Hier geht es zum Beitrag
Sozialbericht des BFS: Hier geht es zum Beitrag

Weniger Ungleichheit nützt allen

Der Sozialbericht der OECD zeigt, dass sich die Schere zwischen Arm und Reich öffnet weil unter anderem das wirtschaftliche Wachstum höheren Einkommensgruppen zugute kommt. Die Autoren zeigen auf, wo politische Schritte nötig sind. DerBund nimmt die Aussagen des Berichts auf und führt aus, inwiefern Ungleichheit der Wirtschaft schadet.

Bericht der OECD: Hier geht es zum Beitrag
Artikel DerBund : Hier geht es zum Beitrag